Als beliebte Touristenstadt an der Müritz sind traditionelle Sommerflorbeete sehr beliebt, aber die Stadt wandelt sich jetzt. Im Park am Müritzeum wird weniger gemäht und hunderte Sand-Grasnelken kommen endlich mal zur Blüte. Am Bachplatz wurden Wiesenflächen angelegt und durch Schilder auf das naturnahe Grün hingewiesen. Der Trockenrasen am Volkspark birgt jede Menge florale Schätze.
Ein besonderes Kleinod ist ein Magerrasen am Volksbad mit herrlichem Blick auf die Müritz. Auf dem Trockenrasen gedeihen seltene Pflanzenarten, die sich an diesen mageren Standort perfekt angepasst haben. Auf den ersten Blick sieht alles vertrocknet aus, aber wer genau hinschaut entdeckt Quendel-Sandkraut, Ausdauernde Knäuel oder die gelben Strohblumen. Für Reptilien wie Eidechsen ist dieser Standort ein perfekter Lebens- und Nahrungsraum.
Wo einst typischer Vielschnittrasen die parkenden Autos eingrünte, haben nun Wiesenblumen wie Margeriten, Mohnblumen und Hornklee das Zepter übernommen. Für die Bürgerinnen und Bürger ein ungewöhnlicher Anblick, an den sie sich erst noch gewöhnen müssen. Um mehr Akzeptanz für naturnahes Grün zu bekommen, wurde ein Hinweisschild aufgestellt „Das ist keine unordentliche Grünanlage, sondern ein 5-Sterne-Wellness-Oase für Insekten“ – nun blüht es für Insekten wie für die Bürgerschaft gleichermaßen.
Der Park am Müritzeum ist geprägt durch Gehölze, große Rasenflächen, Rosenbeete mit insektenfreundlichen Stauden sowie Sitzgelegenheiten, die durch Wege verbunden sind. Seit jüngster Zeit werden Teile des Vielschnittrasens weniger gemäht und damit konnten die vorhandenen Rosetten der Sand-Grasnelken endlich mal zur Blüte kommen. Nun ragen hunderte rosafarbener Blütenknöpfe auf dünnen dunkelgrünen Stielen gen Himmel und wiegen sich im Wind – ein schöner Anblick und ein wahrer Schatz, den es zu bewahren gibt.
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