Die familienfreundliche Gemeinde liegt ca. 20 km östlich von München und steht sehr engagiert für biologische Vielfalt und legt großen Wert auf Wiesen mit heimischen Wildblumen und artenreiche Staudenpflanzungen. Eine Besonderheit sind die großflächigen Regenrückhaltebecken und Retentionsflächen, die die neuen Wohngebiete miteinander verbinden.
Unmittelbar südlich der S-Bahnstation gibt es eine magere Rasenfläche, die mit Regiosaatgut aufgewertet wurde. Auf dem nährstoffarmen Boden wachsen heimische Wildblumen besonders gut und dienen den spezialisierten Wildbienen und anderen Insekten als wichtige Nahrungsquelle. Auf der Grünfläche befinden sich große Totholzstämme, die mit Löchern vorgebohrt wurden und als Nisthilfe dienen. Vom Weg aus kann man beobachten, welche Bienen dort ein- und ausfliegen.
Die großflächigen Regenrückhaltebecken und Retentionsflächen verbinden die Wohngebiete miteinander. Sie entsprechen eher Trockenstandorten und werden daher auch wenig gemäht. Ab und an wird Oberboden abgeschoben, um offene Standorte für Wildbienen zu schaffen. Die Rohbodenstandorte dienen auch dazu, dass im Boden vorhandene Samen von Wildpflanzen zum Keimen gelangen und so heimische Arten sich ausbreiten können.
Die Gemeinde Poing unterstützt Bürgerinnen und Bürger innerhalb bürgerschaftlich initiierter Grünprojekte. So dürfen die Mitglieder des Vereins für Landespflege Poing-Angelbrechting den Kräutergarten am Töpferofen – der auf Gemeindegrund steht – pflegen und das Gemüse dann selber ernten. Aber es gibt nicht nur Grünpaten oder Partnerschaften mit lokalen Akteuren, es werden ebenso der Schulgarten der Grundschule am Bergfeld von der Kommune unterstützt oder Schilder aufgestellt, um die naturnahe Pflege zu erklären.
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