Menschen die Natur nahebringen und erfahrbar machen: Hierbei ist die hessische Stadt besonders engagiert. Neben Naturerfahrungsräumen gibt es ein naturnah gestaltetes Wohngebiet. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch einen politischen Beschluss. Die Stadt Kronberg im Taunus hatte bei der Neuzertifizierung 2021-2024 die Labelstufe in Gold erhalten. Während der Rezertifizierung hat sich die Stadt in zwei Kategorien um eine Stufe verbessert.
Besonders der Spielplatz Friedensstraße ist ein Vorbild für einen urbanen Naturerfahrungsraum. Kinder und Jugendliche sollen dort die Natur in ihrer Vielfalt erfahren können. Dafür wurde das modellierte Gelände mit natürlichen Erlebnis- und Gestaltungelementen wie Steinen, Holz und heimischen Pflanzen gestaltet. Spielgeräte, die Sinneserfahrungen ermöglichen, ergänzen das Angebot. Extensive Wiesen und Hecken bereichern zwei Friedhöfe. Ebenso wurden eine Musterstreuobstwiese sowie ein Wildobstpfad angelegt. Der Bauhof wurde durch einen angrenzenden Naturgarten ergänzt.
Bei der Anlage des Wohngebietes „Am Henker“ wurden straßenbegleitende Kleinflächen und Baumbeete naturnah gestaltet. Jede Straße wurde anders bepflanzt, damit möglichst vielfältige Lebensräume entstehen. Hierbei wurde die Einsaat von unterschiedlichen Wiesenblumen und Stauden mit Initialpflanzungen kombiniert, um die Entwicklung der Flächen zu beschleunigen. Ergänzend hat Kronberg die Pflanzung von heimischen Sträuchern und Bäumen im Wohngebiet vorgeschrieben. Seit 2010 setzt die Stadt bei der Anlage von öffentlichen Grünflächen grundsätzlich auf heimische Stauden und Gehölze.
Die 4.500 städtischen Bäume im Innenbereich liegen der Stadt besonders am Herzen. Deren Erhalt und Förderung mit dem Ziel wertvolle Lebensräume (Höhlenbäume) zu entwickeln, wurde im „Beschluss zur Biodiversität“ festgehalten. Weitere darin formulierte Ziele sind die Förderung der Artenvielfalt durch Extensivierung von bestehenden Grünflächen, naturnahe Gestaltung von Freiflächen durch die Verwendung von heimischem Pflanz- und Saatgut und die Integration von Nisthilfen an allen Gebäuden, die neu gebaut oder saniert werden. Mit den 2024 beschlossenen „Leitlinien zum Erhalt und zur Förderung des innerstädtischen Baumbestandes in Kronberg“ wurden die für einen umfassenden Baumschutz wichtigen Aspekte festgelegt.
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